Eine private Unfallversicherung wie die der Ammerländer lohnt sich vor allem für Menschen, die im Beruf oder in der Freizeit ein erhöhtes Unfallrisiko haben und sich finanziell gegen bleibende Unfallfolgen absichern wollen. Sie leistet weltweit und rund um die Uhr – unabhängig davon, wo und wann der Unfall passiert (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 1.2). Besonders sinnvoll ist sie für Personen, die über die gesetzliche Unfallversicherung (die vor allem bei Arbeits- und Wegeunfällen greift) hinaus auch Freizeitunfälle absichern möchten, etwa Kinder, Hausfrauen/-männer, Selbstständige, Sportler und Senioren. Konkrete Beiträge und Tarifstufen hängen vom Alter, Beruf und den vereinbarten Summen ab und lassen sich über den Onlinerechner der Ammerländer berechnen.
Für diese Personengruppen ist der Schutz besonders sinnvoll
Die private Unfallversicherung füllt Lücken der gesetzlichen Absicherung, denn sie leistet laut Bedingungen weltweit und rund um die Uhr – also auch bei Unfällen in der Freizeit (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 1.2). Besonders profitieren können:
- Kinder: Sie sind nur bei Unfällen in Kita, Schule und auf dem Schulweg gesetzlich geschützt – Freizeitunfälle bleiben sonst ungedeckt. Für Kinder gibt es einen eigenen Kindertarif (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 6.1).
- Nicht Berufstätige (z. B. Hausfrauen/-männer): Sie haben keinen gesetzlichen Unfallschutz.
- Selbstständige und Freiberufler, die oft nicht gesetzlich unfallversichert sind.
- Menschen mit aktiver Freizeitgestaltung/Sportler, da Freizeitunfälle gesetzlich nicht abgedeckt sind.
- Senioren mit erhöhtem Sturzrisiko (Hinweis: Ab dem vollendeten 75. Lebensjahr gelten laut Bedingungen ein eingeschränktes Leistungsangebot und ein neuer Tarif – Ammerländer AUB 2017, Ziffer 6.3).
Welche Leistungen die Ammerländer Unfallversicherung bietet
Laut offizieller Website und Bedingungen können u. a. folgende Leistungsarten vereinbart werden:
- Invaliditätsleistung als Einmalzahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 2.1).
- Todesfallleistung in Höhe der vereinbarten Summe (Ziffer 2.5).
- Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld (Ziffern 2.3 und 2.4).
- Übergangsleistung, Kurkostenbeihilfe, Kosten für kosmetische Operationen sowie Such-, Bergungs- und Rettungskosten (Ziffern 2.2, 2.6–2.8).
- Beitragsfreie Zusatzleistungen, u. a. für Kinder sowie bei Invalidität und im Todesfall (offizielle Website der Ammerländer).
Wichtig: Es gelten immer nur die Leistungsarten und Summen, die im Versicherungsschein vereinbart sind (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 2).
Wann sich der Schutz weniger lohnt bzw. was zu beachten ist
Die Unfallversicherung leistet ausschließlich für Unfallfolgen, nicht für Krankheiten oder Gebrechen (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 3.1). Wer vor allem gegen dauerhaften Einkommensverlust durch Krankheit absichern möchte, ist mit anderen Produkten (z. B. Berufsunfähigkeitsversicherung) besser bedient. Außerdem gibt es Ausschlüsse, etwa bei Unfällen durch Bewusstseinsstörungen (z. B. Alkohol), bei Teilnahme an Motorsport-Rennen oder als Führer eines Luftfahrzeugs (Ammerländer AUB 2017, Ziffer 5.1).
Testumfeld: Unfallversicherungen bei Stiftung Warentest
Die Ammerländer Unfallversicherung ist im aktuellen Test der Stiftung Warentest (Stand 01.10.2025) nicht aufgeführt. Der Test zeigt aber, dass die Beiträge stark von Beruf (Gefahrengruppe), Alter und den vereinbarten Summen abhängen: Je nach Anbieter reichen die Jahresbeiträge von rund 100 Euro bis über 1.000 Euro, und Kindertarife sind oft deutlich günstiger. Ob sich der Schutz lohnt, ist also stets eine individuelle Abwägung von Bedarf, Risikoprofil und Beitrag (Stiftung Warentest, Unfallversicherungen, 2025).
Stand: Oktober 2026 · Quellen: Ammerländer Versicherung, Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen AUB 2017; Ammerländer Versicherung, Besondere Bedingungen für die Versicherung von Alltagshilfe; Ammerländer Versicherung, offizielle Website; Stiftung Warentest, Unfallversicherungen, Stand 01.10.2025