Eine pauschale Liste von Vorerkrankungen, die bei der HanseMerkur Krankenvollversicherung automatisch zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen, ist in den vorliegenden Unterlagen nicht veröffentlicht – das entscheidet die individuelle Gesundheitsprüfung beim Antrag. Grundsätzlich richtet sich der Beitrag in der privaten Krankenversicherung nach Alter, gewähltem Tarif und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss; bei Vorerkrankungen können Versicherer Risikozuschläge erheben oder einzelne Leistungen ausschließen. Laut Stiftung Warentest haben Selbstständige und Angestellte mit Erkrankungen wie Diabetes, Depression oder Krebs kaum Chancen auf einen Vertrag, während für Beamte mit Vorerkrankungen immer ein Vollangebot mit einem Risikozuschlag von höchstens 30 % besteht.
Wie die Gesundheitsprüfung über Zuschläge entscheidet
Vor Vertragsabschluss fragt der Versicherer ausdrücklich nach dem Gesundheitszustand der zu versichernden Person. Auf dieser Basis wird individuell entschieden, ob der Antrag angenommen wird und ob Zuschläge oder Ausschlüsse nötig sind. Mögliche Ergebnisse sind laut Stiftung Warentest:
- Risikozuschlag: ein prozentualer Aufschlag auf den Beitrag für bestimmte Erkrankungen.
- Leistungsausschluss: einzelne Leistungen werden ausgenommen, etwa für Folgeschäden nach einem Kreuzbandriss.
- Ablehnung: Selbstständige und Angestellte mit schweren Erkrankungen wie Diabetes, Depression oder Krebs haben kaum Chancen auf einen Vertrag.
Welche konkreten Diagnosen bei der HanseMerkur zu welchem Zuschlag führen, hängt vom Einzelfall ab und ist nicht öffentlich als Katalog einsehbar.
Sonderfall Beamte
Für Beamte gelten günstigere Regeln: Laut Stiftung Warentest gibt es für Beamte mit Vorerkrankungen immer ein Vollangebot – mit einem Risikozuschlag von höchstens 30 %. Die HanseMerkur bietet eigene Beamtentarife wie „Be Fit Start“, „Be Fit Smart“ und „Be Fit Best“ an (HanseMerkur, offizielle Website).
Wenn eine Diagnose den Abschluss erschwert
Bei bestehenden Vorerkrankungen empfiehlt die Stiftung Warentest, die gewünschten Tarife anonym über einen Versicherungsmakler als Voranfrage prüfen zu lassen. Grund: Wird ein Antrag einmal abgelehnt, nehmen andere Versicherer die Person meist ebenfalls nicht auf, und in den Antragsformularen wird danach gefragt.
Die Folgen unrichtiger oder unvollständiger Angaben zur Gesundheit regeln die HanseMerkur-Bedingungen ausführlich: Bei einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht kann der Versicherer je nach Verschulden vom Vertrag zurücktreten, kündigen oder die Bedingungen nachträglich anpassen (HanseMerkur, Bedingungen Krankenvollversicherung).
Stand: Oktober 2026 · Quellen: Stiftung Warentest, Finanzen 3/2025, Private Krankenversicherung; HanseMerkur, Bedingungen Krankenvollversicherung (April 2026); HanseMerkur, offizielle Website