Ersatzkassen sind ein integraler Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland und bieten eine alternative Option zur klassischen Betriebs- oder Innungskrankenkasse. Ursprünglich entstanden sie im 19. Jahrhundert, um Angestellten und höher verdienenden Arbeitern, die durch die damaligen Betriebs- und Innungskrankenkassen nicht abgedeckt waren, einen Krankenversicherungsschutz zu bieten. Heute stehen die Ersatzkassen allen Versicherten offen, unabhängig von Beruf oder Einkommen, und tragen damit zu einem breiten Spektrum an Wahlmöglichkeiten innerhalb der GKV bei.
In Deutschland gibt es sechs Ersatzkassen, die zusammen eine bedeutende Anzahl an Versicherten abdecken. Diese Kassen bieten ihren Mitgliedern Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften sowie zusätzliche Angebote, die über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen können. Die Ersatzkassen sind: Techniker Krankenkasse (TK), Barmer, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, HEK – Hanseatische Krankenkasse und die hkk.
Die Ersatzkassen sind im Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) organisiert, der ihre Interessen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene vertritt. Der vdek setzt sich für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems ein, wobei er die Belange seiner Mitgliedskassen und deren Versicherten in den Mittelpunkt stellt. Durch den Verband wird eine gemeinsame Plattform geboten, um auf Veränderungen im Gesundheitswesen effektiv reagieren zu können und die Qualität sowie die Wirtschaftlichkeit der gesundheitlichen Versorgung zu fördern.