Schwerstkranke Menschen und Sterbende haben Anspruch auf palliative Versorgung.
Palliativmedizin zielt darauf ab, die Folgen einer Erkrankung zu lindern, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Die Palliativversorgung kann ambulant oder stationär erfolgen. Versicherte haben Anspruch auf beides.
Gesetzliche Krankenkassen müssen ihre Versicherten bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ-Hospizversorgung unterstützen.
Sie sollen auch über Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge für die letzte Lebensphase informieren, insbesondere Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.
Medizinische Versorgung zu Hause
Ambulante Palliativversorgung bedeutet eine ganzheitliche Betreuung von Patienten in ihrer vertrauten Umgebung. Ziel ist ein würdevolles Sterben mit minimalen Schmerzen.
Der Ausbau der ambulanten Palliativversorgung ermöglicht es schwerkranken Menschen, zu Hause in der Nähe ihrer Angehörigen zu bleiben. Die Patienten erhalten medizinische und pflegerische Unterstützung.
Die Ambulante Palliativversorgung trägt dazu bei, die Lebensqualität am Lebensende zu verbessern.
Die häusliche Umgebung vermittelt Patienten ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, weshalb eine umfassende Betreuung in der Palliativversorgung auch psychosoziale Unterstützung einschließt.
Eintrittszeitpunkt in die stationäre Hospizversorgung für Sterbenskranke
Hospizarbeit hat in den letzten Jahren in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen und ermöglicht sterbenden Menschen, ein würdiges und selbstbestimmtes Leben bis zum Schluss zu führen. Mit der steigenden Anzahl ambulanter Hospizdienste und stationärer Einrichtungen wird dieser Gedanke weiter gefestigt. Während ambulante Dienste die Betreuung zu Hause unterstützen, bieten stationäre Hospize eine Unterbringung für die Zeit, in der eine ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht. Für Versicherte entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten, was die Zugänglichkeit dieser wichtigen Dienste sicherstellt.
Spezialisierte Angebote für sterbende Kinder
Kinderhospize zeichnen sich durch eine stärkere Einbindung der Angehörigen aus, verglichen mit Hospizeinrichtungen für Erwachsene, und bieten aufgrund der längeren Betreuungsdauer sterbender Kinder eine besondere Form der Unterstützung. Oft erfordern sie mehrfache Aufenthalte zur Entlastung und Unterstützung der Familie, was die kontinuierliche Begleitung durch diese schwierige Zeit unterstreicht.