In der Berufsunfähigkeitsversicherung bezeichnet der Begriff Risikoberuf Tätigkeiten, die aufgrund ihrer Art oder Umgebung ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit oder die physische und psychische Belastbarkeit des Ausübenden darstellen.
Versicherungen stufen bestimmte Berufe als risikoreicher ein, was sich in höheren Versicherungsprämien oder in speziellen Vertragsbedingungen niederschlagen kann. Die Einstufung als Risikoberuf basiert auf statistischen Daten und Erfahrungswerten, die zeigen, dass in diesen Berufen die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit höher ist als in anderen.
Beispiele für Risikoberufe können vielfältig sein und umfassen unter anderem Berufe in der Bauwirtschaft, wie Dachdecker oder Gerüstbauer, Berufe mit erhöhter psychischer Belastung, wie Pflegepersonal oder Sozialarbeiter, sowie Berufe, die eine hohe körperliche Beanspruchung erfordern, wie Köche oder Friseure. Auch Berufe mit besonderen Gefahren, wie Feuerwehrleute oder Polizeibeamte, zählen häufig zu den Risikoberufen.
Die spezielle Bewertung von Risikoberufen durch Versicherer bedeutet, dass Personen in diesen Berufen besondere Aufmerksamkeit auf die Auswahl und Gestaltung ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung legen sollten, um sicherzustellen, dass sie im Falle einer Berufsunfähigkeit angemessen abgesichert sind.