In der Berufsunfähigkeitsversicherung bezeichnet die Karenzzeit den Zeitraum zwischen dem Eintritt der Berufsunfähigkeit und dem Beginn der Leistungszahlung durch die Versicherung. Diese Zeitspanne muss von der versicherten Person überbrückt werden, bevor sie die vereinbarten Rentenzahlungen erhält. Die Dauer der Karenzzeit wird beim Abschluss des Versicherungsvertrags festgelegt und kann je nach Tarif und Anbieter variieren. Übliche Karenzzeiten liegen zwischen einigen Monaten bis zu einem Jahr.
Die Wahl einer Karenzzeit hat direkten Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie: Je länger die Karenzzeit, desto geringer fällt in der Regel die Prämie aus. Dies liegt daran, dass mit einer längeren Wartezeit das Risiko für den Versicherer sinkt, frühzeitig Leistungen erbringen zu müssen.
Ein Versicherungsvertrag mit einer Karenzzeit eignet sich besonders für Personen, die über ausreichende Rücklagen verfügen, um den Zeitraum bis zum Beginn der Leistungszahlung finanziell selbst zu überbrücken.